Arbeitsunfähigkeit infolge Mutterschaft, Krankheit und Unfall – Welche Leistungen sind versichert

29.11.13

Mutterschaft
Seit 2005 haben Frauen Anspruch auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub nach dem Obligationenrecht sowie auf eine Mutterschaftsentschädigung nach dem Erwerbsersatzgesetz. Während 14 Wochen erhalten sie 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt, maximal CHF 196.00 pro Tag. Der Anspruch erlischt vorzeitig, wenn die Arbeit vor Ablauf des 14-wöchigen Urlaubs wieder aufgenommen wird.
Weiter gehende Regelungen aus Gesamtarbeitsverträgen (GAV) bleiben bestehen. Der 14-wöchige Mutterschaftsurlaub nach dem Obligationenrecht darf durch den Arbeitgeber nicht gekürzt oder mit einem Vormutterschaftsurlaub kompen-siert werden. Ebenso wenig dürfen einer Arbeitnehmerin die Ferien gekürzt werden, weil sie den Mutterschaftsurlaub nach dem Obligationenrecht bezieht.

Krankheit
Bei Krankheit von Arbeitnehmenden richtet sich deren Anspruch auf Lohnzahlung oder Krankentaggeld nach den im Arbeitsvertrag vereinbarten Modalitäten. Ist nichts vereinbart, besteht eine Lohnfortzahlungspflicht gemäss Gesetz, wobei das Gesetz den Entscheid über die Dauer der Lohnfortzahlung dem Richter überlässt. Daraus sind die Berner, Basler und Zürcher Skalen entstanden, die je in Abhängigkeit der Dauer des Arbeitsverhältnisses die Lohnfortzahlung regelt.
Prüfen Sie den Abschluss einer Krankentaggeldversicherung. Gemäss Gesetz besteht eine Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit und bei Schwangerschaft. Diese Lohnfortzahlungspflicht kann durch eine gleichwertige Taggeldleistung, die bei einer Versicherung abgeschlossen werden kann, ersetzt werden.

Unfall
Arbeitnehmende sind obligatorisch gegen Betriebsunfälle versichert. Arbeiten sie mindestens acht Stunden wöchentlich, sind auch Nichtberufsunfälle versichert. Arbeitnehmende welche weniger als acht Stunden wöchentlich arbeiten, müs-sen die Unfalldeckung bei der privaten Krankenkasse mitversichern.
Die Unfallversicherung bezahlt ab dem dritten Tag nach dem Unfall für jeden Kalendertag ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes beläuft sich aktuell auf CHF 126‘000.00 im Jahr. Im weiteren bezahlt die Unfallversicherung die Heilbehandlung, gegebenen-falls eine Invalidenrente. Ebenfalls können Integritätsentschädigung, Hilflosenentschädigung oder beim Tod eine Hinter-lassenenrente bezahlt werden.

Prämienbefreiung in der Pensionskasse
Für Versicherte Personen werden die Prämien 90 Tage nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall befreit. Die Prämienbefreiung gilt bis die Versicherte Person wieder erwerbsfähig ist. Bei teilweiser Erwerbsfähigkeit wird die Prämie entsprechend der Arbeitsunfähigkeit befreit. Der Antrag auf Prämienbefreiung muss durch den Arbeitgeber bei der zuständigen Versicherung beantragt werden.

Beratung
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